Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Konstanzer Bodanrückgemeinden

Die katholische Pfarrei von Litzelstetten umfasst etwa 1460 Mitglieder. Neben einem kath. Kinderhaus gibt es viele weitere Gruppen und Initiativen, wie die Katholische Jugend Litzelstetten (KJL), den Wort-des-Lebens-Kreis, die Kleine Gemeinde, das Familiengottesdienst-Team, die Frauengemeinschaft, das Altenwerk, den Samariakreis, den Besuchsdienst, den Ökumenischen Bibelkreis und eine Pfarrbücherei. Und Sangesfreudige sind im Kirchenchor Litzelstetten-Dingelsdorf stets willkommen. Zur Pfarrei Litzelstetten gehören neben der Pfarrkirche St. Peter und Paul auch die Schlosskapelle auf der Blumeninsel Mainau sowie die Marienkapelle in Litzelstetten.

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Eine lange Geschichte verbirgt sich im Untergrund der am 8. Juli 1979 nach Abschluss der umfangreichen Um- und Neubauarbeiten geweihten Pfarrkirche St. Peter und Paul. So stand vermutlich bereits im 11./12. Jahrhundert eine Saalkirche in der Dorfmitte. Im 12. Jahrhundert wurde dann eine romanische Kirche errichtet, die in der spätgotischen Zeit um einen Chor, ein neues Portal und neue Fenster erweitert wurde. In der Barockzeit kamen noch ein Chorbogen und ein Hochaltar hinzu; 1827 wurde dann der gotische Chor abgerissen, das Schiff erhöht und ein neuer Chor gebaut. 1907 musste dann das gotische Portal einem westlichen Querschiff mit Turm weichen. Unter Erhaltung des Turms und der Chorwände der alten Kirche wurde schließlich 1977 mit dem Abriss und Neubau der Kirche begonnen.

Bilder: Konstanzer Bodanrückgemeinden

Wer die neue Pfarrkirche in Litzelstetten betritt, wird angenehm überrascht sein über den großzügigen Innenraum dieses Gotteshauses, der sich wohltuend von Kirchenschiffen anderer konventioneller Kirchen abhebt. Der Boden ist gepflastert und wirkt dadurch rustikal, passt sich aber gut in die moderne Innenraumkonzeption ein. Auffallend auch die originelle Dachkonstruktion aus Nadelholz, deren Träger sich frei durch den Raum spannen und im Chorraum über dem neuen Zelebrationsaltar aus Sandstein strahlenförmig gebündelt herabsinken. Auf Wunsch der Denkmalschutzbehörde wurden einzelne Statuen und auch der Hochaltar im neuen Kirchenraum wiederverwandt.

Schloßkapelle St. Marien
auf der Blumeninsel Mainau

1732 bis 1739 wurde die Marienkapelle auf der Insel Mainau vom Deutschordensbaumeister Johann Kaspar Bagnato erbaut. Es handelt sich um dabei um einen Rechteckbau mit halbrundem Altarhaus. Hochgestellte Rechteckfelder gliedern die Außenfront, wobei die Seitenwände Rundbogenfenster aufweisen. Über der Westwand erhebt sich ein Giebel und darüber der Turmaufbau mit geschwungener Turmhaube. Das Innere gliedert sich in ein rechteckiges Schiff mit dem halbrunden Chor und der dem Altar gegenüberliegenden Orgelempore. Die beiden Seitenaltäre weisen sehr bewegte Engelsfiguren auf. Der linke Seitenaltar wird durch den Märtyrer Sebastian bekrönt, der rechte durch den heiligen Nepomuk. Das Altarbild des Hochaltars stellt “Maria mit dem Kind, die heilige Familie und Johannes der Täufer” dar.

Marienkapelle Litzelstetten

Ein Ort für ein Zwiegespräch mit Gott ist die kleine Kapelle zwischen Litzelstetten und Dingelsdorf. 1648 haben Litzelstetter Bauern aus Dankbarkeit für glückliche Bewahrung im 30jährigen Krieg die Kapelle erbaut, weil sie von plündernden Schweden verschont geblieben sind. Sie wurde 1945 – im selben Gefühl der Dankbarkeit – erneuert.

 

Bilder: Konstanzer Bodanrückgemeinden