Heiligabend

Heilig Abend in der Familie feiern

Von Redaktion am 22. Dezember 2020

Für die (Mitmach-) Geschichte Krippenfiguren zusammensuchen: Maria und Josef, einen oder mehrere Engel, evtl. einen Esel, Krippe o.ä., Jesuskind, Hirten und Schafe. Eine Kerze oder die Kerzen am Christbaum anzünden.

 

Wir feiern heute die Nacht, in der Jesus geboren wurde und denken an ihn.

Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied: Ihr Kinderlein kommen (Gotteslob Nr. 248)
Gebet:

Alle: Komm, Herr, wir brauchen dich auf dieser Erde, dass die Welt von deinem Licht immer heller werde.

Wir freuen uns Herr, dass du zu uns kommst, als Kind in der Krippe, als Heiland der Armen, als Tröster der Betrübten, als Freund der Kinder. Komm zu allen, die keinen Freund haben, zu allen, die ausgelacht werden, die einsam sind, zu denen, die unter Krieg leiden und sich Frieden wünschen.

 Alle: Komm, Herr, wir brauchen dich auf der Erde, dass die Welt von deinem Licht immer heller werde.  Amen.

 

Geschichte aus der Bibel

Maria aufstellen
Maria lebt in Nazareth. Sie ist eine junge Frau und lebt im Haus ihrer Eltern. Heute werkelt sie in der Küche. Sie hat Wasser geholt am Brunnen und schüttet es in einen großen Kochtopf. „Maria!“ Jemand hat ihren Namen gerufen. Sie dreht sich um und erschrickt. Da steht jemand.

Engel zu Maria stellen
„Keine Angst, Maria!“ sagt der Fremde. „Gott hat mich zu dir geschickt. Denn er hat etwas Besonderes mit dir vor. Er hat dich ausgesucht, dass du seinen Sohn zu Welt bringst. Er soll Jesus heißen. Er ist der Retter für alle Menschen.“ „Aber“, stottert Maria, „aber das geht doch nicht. Ich bin nicht verheiratet. Ich kann kein Kind bekommen.“ „Dein Kind wird Gottes Kind sein“, antwortet ihr der Engel ruhig. „Für Gott ist nichts unmöglich.“ Maria steht ganz ruhig da. „Dann soll es so sein“, sagt sie. „Dann soll das geschehen, was Gott tun möchte“.

Engel wegnehmen
Einige Monate sind inzwischen vergangen. Maria arbeitet wieder im Haus. Da kommt Josef, ihr Verlobter, zur Tür herein. „Maria“, ruft er. „Wir müssen nach Bethlehem. Der Kaiser Augustus hat befohlen, dass alle Männer in ihren Geburtsort gehen müssen, aus dem sie stammen. Dort müssen sie sich in eine Liste eintragen. Der Kaiser will wissen, von wem er alles Steuern verlangen kann.“

Maria und Josef vorwärtsbewegen (evtl. Esel)
Der Weg nach Bethlehem ist weit. Josef ist mit Maria lange unterwegs. Ein Esel trägt ihr Gepäck. Maria und Josef gehen zu Fuß. Als sie endlich in Bethlehem ankommen, finden sie keinen Schlafplatz in einer Herberge. Alles ist voll, weil so viele Menschen dem Befehl des Kaisers folgten. Josef ist besorgt: Maria seine Frau ist schwanger und sie können doch nicht auf der Straße übernachten. Ein Wirt erlaubt ihnen, in einem Schuppen zu übernachten. Dort bei den Tieren ist es wenigstens warm. Ausgerechnet in dieser Nacht ist die Zeit für Maria da. Sie bekommt ihr Kind. Sie wickeln es in ein Windeltuch, das sie mitgenommen haben. Nachdem der Kleine getrunken hat, legt ihn Josef in die Krippe. „Besser als gar nichts“, denkt er und lächelt.

Jesus in die Krippe legen
„Er heißt Jesus“, sagt Maria. „Jesus, so hat es mir der Engel gesagt.“

Hirten und Schafe etwas abseits aufstellen
Draußen auf den Feldern vor der Stadt sind Hirten. Sie hüten dort draußen ihre Schafe. Einer muss immer Wache halten, damit den Tieren nichts passiert. Plötzlich wird es hell wie am Tag.
„Was ist das?“ ruft einer laut. „Wer ist da?“

Engel zu den Hirten stellen
Alle Hirten sind aufgeschreckt und starren den Fremden an. „Habt keine Angst“ antwortet der Engel ruhig. „Ich habe eine gute Nachricht für euch und alle Menschen.“ – „Für euch ist heute der Retter geboren, der Christus, der Herr. Und zwar in Bethlehem“. – „Sucht nach dem Kind. Ihr könnt es einfach erkennen: Es liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.“ Die Engel sind längst nicht mehr da, als die Hirten ihre Sprache wiederfinden. „Auf, nichts wie los. Kommt, wir müssen nach Bethlehem.“ „Wir müssen das Kind finden. Den Retter!“  Die Hirten ziehen los und suchen.

Hirten wandern lassen
Mitten in der Nacht fragen sie in allen Häusern. Die Leute ärgern sich, weil sie geweckt werden. Bald haben die Hirten die junge Familie entdeckt. Und es ist alles, wie der Engel es gesagt hat: Das kleine Kind liegt warm in Windeln eingewickelt in einer Krippe. „Das ist also unser Retter, unser König“, murmelt einer der Hirten. „Windeln ist ja normal, aber Krippe?“ Als die Hirten wieder aufbrechen, gehen sie nicht gleich wieder zurück auf die Weide. Denn sie müssen es allen sagen. Alle müssen von diesem Kind erfahren. „Der Retter ist da“, rufen sie. „Gott hat etwas Großes getan!“

 

Gebet:
Hier ist Zeit, miteinander zu überlegen, an wen wir denken und für wen wir beten wollen. Wer möchte, kann einen Satz sprechen:

Guter Gott, wir denken an …
Wir bitten dich für…
Sei du, Gott ganz nah bei …

Alle beten gemeinsam das Vaterunser:

Vater unser im Himmel

 

Lied:
Oh du fröhliche (Gotteslob Nr. 238)

 

Segen:
Alle stehen im Kreis
Gott der Herr schaue mit freundlichen Augen auf uns.

Ringsum einander anlächeln
Er nehme uns an der Hand und führe uns auf guten Wegen

Einander an den Händen fassen.
Er stärke uns den Rücken und gebe uns Kraft jeden Tag.

Einander Hände auf die Schultern legen
So gehen wir. Und unser Gott geht mit.

Amen.