Das Friedenslicht

Das Friedenslicht von Bethlehem

Von Redaktion am 12. Dezember 2020

„Ab dem 24. Dezember 2020 auch in unserer Kirchengemeinde.

Das Friedenslicht wird auf Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) seit 1986 jedes Jahr durch ein anderes “Friedenslicht-Kind” an der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet, also an dem Ort, an dem Jesus der Überlieferung nach geboren wurde. Danach wird es mit dem Flugzeug von Bethlehem nach Wien transportiert. Von dort bringen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder am 3. Advent nach Deutschland. So gelangt es schließlich in alle deutschen Diözesen und in die jeweiligen Dekanate und Kirchengemeinden.    

Die Friedenslichtaktion 2020 steht unter dem Leitwort: „Frieden überwindet Grenzen“.

Überall erleben wir Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Je fester und stärker diese Grenzen ausgeprägt sind, desto schwieriger ist es oft, diese Grenzen zu überwinden.

Dafür braucht es Mut, Stärke, Zielstrebigkeit, die Bereitschaft, offen auf Andere zuzugehen, den eigenen Standpunkt zurückzustellen und Kompromisse zu schließen. All das sind Kennzeichen friedlichen Zusammenlebens. Wer sich dafür einsetzt, hält gleichzeitig den Wunsch nach Frieden lebendig und arbeitet aktiv an der Überwindung jeglicher Grenzen.

Nur gemeinsam können Grenzen überwunden werden. Dazu möchte die diesjährige Friedenslichtaktion „alle Menschen guten Willens“ aufrufen. Schon Mahatma Ghandi war sich bewusst: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

Jedes Jahr machen sich Jugendliche verschiedener Pfadfindergruppierungen gemeinsam mit vielen Menschen verschiedener Nationen auf den Weg, um das Friedenslicht aus Bethlehem zu uns nach Deutschland zu holen. Dabei überwindet es einen über 3.000 Kilometer langen Weg über viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander.

Gerade in diesem Jahr spüren wir, wie es ist, wenn sich Grenzen bilden, wenn Grenzen sogar geschlossen werden und wir in unserer Freiheit eingegrenzt werden. Das Coronavirus, hat uns aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht sind.

Ab dem 24. Dezember wird das Friedenslicht in unseren Kirchen in einer Laterne brennen. Sie sind eingeladen, in die Kirche zu kommen und mit einer Kerze dieses Licht mit nach Hause zu nehmen. Kerzen zum Mitnehmen stehen hierzu für Sie bereit. Gerne können Sie auch Ihre eigene Kerze von zuhause mitbringen, um das Friedenslicht zu entzünden. Schön wäre es, wenn Sie das Licht von Bethlehem dann auch weitergeben: an Familienangehörige, Nachbarn, Freunde oder andere Menschen, die sich über dieses Zeichen der Verbundenheit bestimmt freuen werden.