Tag 3 der Firm-Pilgerwanderung

Nach einer erholsamen Nacht in den herrschaftlichen Ferienwohnungen des Oberbühlhofes stand am Freitag eine weitere thematische Einheit auf dem Programm. Dabei ging es um die Gabe der Erkenntnis. „Wie können wir was über die Welt erfahren und wie geht es, etwas von Gott zu erfahren?“ Besonders gut zu diesem Thema passt die Geschichte zum Verrucano-Findling, der auf dem Weg gefunden und bestiegen wurde. In der Erläuterung heißt es: „Durch die Bewirtschaftung des Bodens mit modernen landwirtschaftlichen Maschinen wurde er als Findling wieder entdeckt und schließlich im Jahr 2002 n.Ch. ausgegraben und an eine neue Stelle im Gewann „Sittern“, nordöstlich der Stelle an der er aufgefunden wurde, versetzt. Hier steht er nun zur Erinnerung an die gewaltige und grandiose Geschichte des Universums und damit unserer Erde. Er soll uns das ehrfürchtige Staunen über die Wunder der Schöpfung lehren und zur Demut mahnen, wenn wir Menschen über unser kleines vergängliches Leben nachsinnen.“

Nach dem Mittagsimbiss ging es dann wieder los in Richtung Insel Werd, eine kleine Insel am Auslauf des Bodensees bei Stein am Rhein. Auf der Insel steht als einziges Gebäude das kleine Kloster Werd, ein Konvent der Franziskaner (OFM). Der Orden entstand dort, um die Betreuung des Otmar-Heiligtums zu übernehmen, dessen Reliquie sich in der kleinen Kapelle befindet. Im Gespräch mit Bruder Christoph Maria berichtete er über seinen Weg und auf die Frage, ob es für ihn schwer ist, enthaltsam und arm zu leben antwortete der zur Überraschung der Firmlinge, dass es ihm gar nicht schwer falle. Er habe alles, was er zum Leben braucht. Ein herzliches Dankeschön den Franziskaner, die ihre Nebengebäude unseren Firmlingen als Pilgerherberge zur Verfügung stellen. Obwohl das Nachtlager im Vergleich zum Vortag eher spartanisch war, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Die Jugendlichen hatten sich nach anfänglichem Erstaunen sehr schnell mit der vorgefundenen Situation arrangiert. Die Klosterinsel mitten im Bodensee hat eine ganz besondere spirituelle Stimmung, bei der die Firmlinge intensiv zum Nachdenken, Fragen und Glauben kamen. Auf dem heutigen Weg hat sich die Gemeinschaft gefestigt. Es wurde selbstverständlich, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.