Visitation Erfolgreich!

„Was sind die Bedürfnisse der Menschen?“ Seit 14 Monaten hat sich die Katholische Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden vor Ort mit dieser Fragestellung beschäftigt. Ebenso mit der Frage „Was ist den Menschen in unseren Pfarreien wichtig, was brauchen sie, um heute hier und jetzt Christ sein zu können? In welche Aufgaben möchten sie ihre Kraft stecken und welche Möglichkeiten haben wir hier in unserer Kirchengemeinde?

„In regelmäßigen Abständen eine Standortbestimmung vorzunehmen, um die weitere Route planen zu können“, das ist das Ziel des LEVI Selbstbewertungsberichtes, welcher vom Erzbistum Freiburg als Instrument der Gemeindeentwicklung initiiert wurde und welcher auch als Grundlage für einen Besuch (Visitation) einer Kirchengemeinde dient.

In einem über 100 Seiten langen LEVI-Selbstbewertungsbericht wurden Fragen und Antworten zusammengetragen und sich intensiv mit den pastoralen Kernprozessen beschäftigt. Gleichzeitig diente dieser Bericht auch zur Vorbereitung des Visitationsteam auf den Besuch in der Kirchengemeinde.

Am Freitag, den 30.11. sowie am Samstag, den 01.12.2018 fand die Visitation, durch den Dekan Dr. Mathias Trennert-Helwig und dem Dekanatsreferenten Ralph Haas statt.

Das Visitationsteam nutzte die Gelegenheit, sich mit dem Selbstbewertungsteam sowie dem Pfarrgemeinderat intensiv über die Situation in der Kirchengemeinde sowie den Selbstbewertungsbericht auszutauschen. „Hier zeigten sich die Menschen in ihrem Engagement für die Kirchengemeinde“ so Dekan Dr. Trennert-Helwig.

Neben Gesprächen über den Selbstbewertungsbericht wurden verschiedene Stationen in der Kirchengemeinde besucht, in denen Ehrenamtliche sich mit viel Leidenschaft engagieren, wie beispielsweise das „Dorfstüble“ in Litzelstetten sowie den „Weltladen“ in Dettingen. Auch ein Besuch des Zentralpfarrbüros sowie der drei Kirchen stand auf dem Programm.

Dekanatsreferent Haas erteilte dem Selbstbewertungsbericht ein großes Lob. „Die gut gegliederten großen Themenfelder sind differenziert ausgearbeitet und es ist vorbildlich gelungen, in Zusammenhängen zu denken und diese darzustellen“, so Ralph Haas. „Es ist wichtig, die Übergänge zu sehen und bewusst auf diese zu achten“ beispielsweise welche Angebote und Anknüpfungspunkte die Kinder und ihre Familien nach der Erstkommunion auch weiterhin in der Kirchengemeinde vorfinden, so Haas weiter.

Das Visitationsteam nimmt auch ein gutes Miteinander von Zugezogenen und Alteingesessenen in unserer Kirchengemeinde war.

Zum Abschluss der Visitation, fand in der Pfarrkirche St. Verena ein festlicher Gottesdienst statt, zu dem sich die gesamte Kirchengemeinde versammelt hatte. Musikalisch gestaltet von allen Chören der Konstanzer Bodanrückgemeinden unter der Leitung von Stefan Benner.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Pfarrsaal St. Verena ein Empfang statt. Hier nutzte Pfarrer Armin Nagel die Gelegenheit, sich für das vielfältige Engagement und die unzählig ehrenamtlich geleisteten Stunden bei den Gemeindemitgliedern zu bedanken.

Die Erstellung des LEVI Berichtes hat viele zeitlich aufwendige Arbeitstreffen eingefordert, dennoch hat sich die Erstellung des selbstkritischen Selbstbewertungsberichtes gelohnt. Es hat uns einen Weg eröffnet, vorhandene Strukturen dankbar anzunehmen und neue Wege zu beschreiben. Aufbrechen müssen wir nun, wie Levi, selber. Und wie Levi dürfen wir dabei auf Gott vertrauen und unseren Blick auf eine gute Zukunft richten.

Was ist LEVI?
Das Erzbistum Freiburg hat zur Visitation und Gemeindeentwicklung, in Anlehnung an bereits bestehende Systeme zur Qualitätsentwicklung und- Sicherung das Programm LEVI entwickelt. Es dient der besseren Orientierung der pastoralen Arbeit. LEVI ist die Abkürzung für Lernen, Entwickeln, Vereinbaren und Inspirieren. Der Name LEVI steht aber auch für den Zöllner Levi, den Jesus zur Nachfolge aufgefordert hat. Levi hatte so viel Vertrauen in ihn, dass er sein komplettes Leben umkrempelt, alles hinter sich lässt und mit Jesus in eine neue Zukunft aufbricht.

(Lk 5, 27-32).