Salamat – Dankeschön!

 Letzter Tag – Blog zur Kundschafterreise auf die Philippinen

Heute war unser letzter Tag in Maryhill (Manila) und auch auf den Philippinen. Wir nehmen Abschied mit gemischten Gefühlen, aber bereichert von unvergesslichen und prägenden Erfahrungen, die wir in den letzten zwei Wochen hier machen konnten.

Der Tag heute war geprägt von innerer Einkehr und der Reflektion der vergangenen Tage. Es ging unter anderem um die Frage, welche Türen seit unserem Aufenthalt auf den Philippinen aufgegangen sind und wo wir Gottes Wirken und seine Gegenwart besonders spüren konnten. Den Vormittag verbrachten wir mit diesen Fragen in Stille und ganz persönlich, dann in unserem Bodanrück-Team. Ja, was ist es, was wir mitnehmen? Was wollen wir konkret tun, damit das Reich Gottes in unserer Kirchengemeinde erfahrbar wird?

Für Stefan Weinschenk ist die Antwort, dass es wichtig ist, mit der Kirche und von der Kirche zu träumen und Zukunftsideen gemeinsam zu entwickeln. Gottes wirken hat er erfahren in den BECs, wo trotz Armut und Mangel eine große Glaubensfreude spürbar war.

Für Pfarrer Armin Nagel ist die Tür der Hoffnung und der Zuversicht geöffnet worden, weil es möglich ist, an einer Kirche zu arbeiten, in der alle sich willkommen fühlen und viele bereit sind, sich mit ihren Gaben einzubringen. Gottes Wirken hat er besonders in der Feier der Versöhnung, dem „Sakrament des Heimkommens“ erfahren.

Regina Münch hat wieder die Kraft des Glaubens erlebt, die im Laufe des Lebens immer wieder durch persönliches Scheitern und Verletzungen erschüttert und verschüttet wird. Ohne eine gemeinsame Vision, die von vielen geteilt wird, drehen wir uns in der Kirche im Kreis. Ein „Weiter so wie bisher“ geht nach diesen Erfahrungen nicht mehr.         

In der Eucharistiefeier am Abend nahmen wir all dies mit und legten es zusammen mit den Gaben von Brot und Wein auf den Altar. Father Marc entließ uns beim Segen mit den Worten, dass unsere Mission nicht hier auf den Philippinen ist, sondern zu Hause in Deutschland.

Nach der Eucharistiefeier hatte das Bukal-Team für uns ein schönes Abschlussfest vorbereitet: Einen Aperitif auf der Dachterrasse mit Blick auf das nächtliche Manila – und dann (wie sollte es sonst sein?) Abendessen. Noch lange saßen wir zusammen, sangen Lieder und feierten. Es war ein Abschied. Der Abschied von Menschen, die uns in wenigen Tagen so vertraut geworden sind. Der Abschied von einem Land, das trotz aller wirtschaftlichen und sozialen Probleme eine Zuversicht und Freundlichkeit ausstrahlt. Der Abschied von einer Kirche, durch die wir inspiriert und ermutigt wurden, zu träumen von einer Glaubensgemeinschaft, in der wieder viele Menschen sich zu Hause fühlen. So sagen wir hier Salamat! Mabuhay! Habt Dank für alles! Und auf Wiedersehen!       

Letzte gemeinsame Eucharistiefeier in Maryhill, Manila

Manila bei Nacht

Reich beschenkt in der Kapelle

Leckere Garnelensuppe

Ein Spanferkel zum Abendessen

Titelbild: Unser letzter Abend über den Dächern von Manila.