Eine gemeinsam geteilte Vision

6. Tag – Blog zur Kundschafterreise auf die Philippinen

Sich zusammen um das Wort Gottes versammeln, mit ihm zusammen den Tag beginnen und dies vor der Kulisse des Pazifiks: Das war ein vielversprechender Start in den heutigen Tag. Diesmal stand die Bibelstelle LK 12,13-21 im Mittelpunkt. 

Thematisch ging es heute um die spannende Frage, was notwendig ist, damit eine Pfarrei bzw. Glaubensgemeinschaft, die in sich sehr unterschiedlich ist und innerhalb derer es auch verschiedene Kirchenbilder gibt, einen Schritt gemeinsam nach vorne machen kann? Die Antwort ist: Es braucht eine gemeinsame Vision.

Vision ist ein bewusstes Träumen von dem, was man unbedingt erreichen will, um seinem Leben Bedeutung zu geben. Vision ist das innere Bild eines zukünftigen Zustandes. In der Heiligen Schrift heißt es: „Ohne Vision verkommt das Volk“ (Sprichwörter 29,18). Ohne Vision verlieren sowohl die Leiter als auch das Volk den Enthusiasmus und die Energie.

Wichtig für eine Kirchengemeinde, die gemeinsam in die Zukunft gehen will, ist es, eine geteilte Vision zu haben. Etwas überspitzt könnte man sagen: Eine Gemeinde ohne geteilte Vision ist wie ein Bus, der auf dem Parkplatz abgestellt ist. Es gibt kein Schild, auf dem draufsteht, wohin er fährt. Deshalb kommt auch niemand und will mit dem Bus fahren, weil man eben nicht weiß, wohin die Reise eigentlich geht. Nur sonntags kommen ein paar Leute, um sich in den Bus zu setzten. Dieser bleibt auf dem Kirchparkplatz, und nach einer Stunde steigen die Menschen wieder aus.

Eine gemeinsam geteilte Vision …

… ergreift die Menschen und gibt ihnen Energie;

… ermutigt dazu die Initiative zu ergreifen, um gemeinsame Ziele zu erreichen;

… ermöglicht es Prioritäten zu setzen;

… gibt dem Leben einen Sinn und macht das Leben bedeutungsvoll.

In diesem Zusammenhang stellten wir uns die Frage, ob wir eine eigene, persönliche Vision haben. Denn ohne eine eigene Vision kann ich mich nicht auf den Weg machen, eine gemeinsame Vision zu entwickeln.

Eine Vision wird ergriffen, nicht gelehrt.

Eine Vision ist ein Traum, der in der Realität verankert ist. Sie wird nur inspirieren, erneuern, verändern, wenn sie übersetzt werden kann in Handlung.

Faszinierend und ermutigend war für uns zu erfahren, dass dies alles nicht nur Theorie ist, sondern sich bereits in der Praxis bewährt hat: Denn in manchen der Philippinischen Diözesen nehmen inzwischen rund 60 % der getauften Christen auf verschiedenste Art und Weise am kirchlichen Leben teil. Kann das, was auf den Philippinen möglich ist, nicht auch bei uns auf dem Bodanrück Wirklichkeit werden?     

Morgen werden wir dazu ein erfolgreiches Beispiel aus Deutschland hören …

Weitere Eindrücke des Tages

Bambuspflanzen im Garten des Pastoralinstituts

Grüße von Pfarrer Armin Nagel auf den Bodanrück

Pfarrer Armin Nagel bei der Arbeit

Estella vom Leitungsteam des Pastoralinstituts, erzählt über die Entstehung einer gemeinsam geteilten Vision

Reger Austausch zwischen Pfarrer Nagel und Frau Winter-Riesterer vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt

Auch Regina Münch, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende, ist bester Laune

Stefan Weinschenk bei der Arbeit

Abendstimmung am Pazifik

Wortgottesfeier am Lagerfeuer

zum Abschluss des Tages

Titelbild: Morgenstimmung am Pazifik