Palmsonntag

3. Mai 2022

Der Mai als Wandermonat

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Liebe Schwestern und Brüder,
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im schönen Monat Mai zieht es viele raus. Auf Schusters Rappen werden gemeinsame Touren mit Freundinnen und Freunden unternommen – raus in die Natur! Also, schließen wir uns ihnen doch einfach mal für einen Moment an.
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Neben dem guten Schuhwerk mit Profil brauchen wir einen Wanderstock; denn der gibt Stütze beim Laufen. Mit dem Blick auf das Wetter könnte es angebracht erscheinen, einen Schirm einzupacken. Und ganz wichtig – um die mitgenommene Brotzeit genießen zu können, sollte auch das Taschenmesser mit Korkenzieherfunktion eingepackt werden.
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Und los geht’s: In netter Gesellschaft werden bei guten Gesprächen einige Kilometer zurückgelegt, um am Ende des Tages einzukehren und dabei die Erlebnisse und das leckere Essen und Trinken zu teilen. Also machen wir uns auf den Weg und schauen nochmal genau hin, was wir da alles im Gepäck haben:
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Da ist zunächst der Regenschirm. Vielleicht kennen Sie das alte Gebet: Sub tuum praesidium – Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Das ist auch die Fluchtbewegung der Tausenden von Menschen aus der Ukraine – Flucht in ein anderes Land; aber zugleich Flucht in den Schutz der Gottesmutter. Unter deinen Schutz und Schirm – liegt in diesem Wunsch nicht die Sehnsucht so vieler Menschen verborgen?
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Neben dem Schirm haben wir den Stock in der Hand – nicht zum schlagen, sondern damit er uns Stütze bietet. Wie sagt der Psalmist so schön: „Dein Stock und dein Stab geben mit Zuversicht!“ Und weiter heißt es in Psalm 23: „Du deckst mir den Tisch […], du füllst mir reichlich den Becher.“
Der gedeckte Tisch am Ende des Tages, nach der langen Wanderung: Geschichten werden ausgetauscht, es wird gemeinsam getrunken und gegessen. Das Leben wird geteilt.
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Der gedeckte Tisch am Ende des Tages – bei der Erscheinung des Auferstandenen am See Genezareth ist Jesus es selbst, der den Jüngern den Tisch bereitet. Nach getaner Arbeit brennt da ein Kohlenfeuer, darauf Fisch, dazu Brot, bestimmt etwas zu trinken. Gastfreundschaft, Geschichten austauschen, Erfahrung und Leben teilen, essen und trinken.
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Also, vielleicht gehen Sie in diesen Tagen auch los! Die Wanderschuhe an – und zwar mit Profil: Profiliert christlich, wenn wir nach unserer Motivation und unserer Hoffnung gefragt werden. Ich wünsche ihnen Gottes Schutz und Schirm auf Ihren Wegen!

Herzlichst Ihr Pfarrer 

1. November 2021

…einfach mal „nichts“ – innehalten

Auf einem T-shirt las ich: „offline ist the new luxury“. Mal nicht rund um die Uhr erreichbar, mal nicht ständig Mails, whatsapp und instagram-feeds checken, sondern sich den Luxus gönnen offline zu sein.

Ich meine, dass der November ein solcher „offline-Monat“ ist. Die großen Feste sind vorüber, der Advent hat noch nicht begonnen. Für mich gleicht dieser dunkle Monat einem gewissen Vakuum des „Dazwischenseins“, in dem einfach mal nichts stattfinden muss. Es ist eine Zeit des Innehaltens.

Lothar Zenetti bringt es mit seinem Winterpsalm sehr passend ins Wort:
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Es ist jetzt nicht die Zeit, um zu ernten.
Es ist jetzt auch nicht die Zeit, um zu säen.
An uns ist es, in winterlicher Zeit
uns eng um das Feuer zu scharen
und den gefrorenen Acker in Treue geduldig zu hüten.

Andere vor uns haben gesät. Andere nach uns werden ernten.
An uns ist es, in Kälte und Dunkelheit
beieinander zu bleiben und während es schneit,
unentwegt wachzuhalten die Hoffnung.
Das ist es.
Das ist uns aufgegeben
in winterlicher Zeit.

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Lassen wir dieses Vakuum des „nichts“ in diesen dunklen Tagen zu, damit uns aus der Mitte der Nacht das Licht des neuen Tages von Freude und Hoffnung aufgehen kann.

Gerne gebe ich Ihnen den schönen Text aus der Feder der heiligen Theresa von Avila mit auf den Weg durch diesen Monat – er beschreibt jenes „nichts“, das „nada“ der mystischen Erfahrung, die den Nährboden zur Gottesbegegnung bereitet:
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Nada te turbe
Nichts soll dich ängstigen,

nada te espante.
nichts dich erschrecken.

Quien a Dios tiene,
Wer Gott besitzt,

nada le falta.
dem kann nichts fehlen.

Sólo Dios basta.
Gott allein genügt.
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Herzlichst Ihr Pfarrer 

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