Palmsonntag

29. Septmeber 2022

Gott sei Dank

„Gott sei Dank“ – Wie oft geht mir dieses Wort über die Lippen. „Gott sei Dank, dass mir das erspart geblieben ist. Nicht auszudenken, wenn es anders gekommen wäre.“ „Gott sei Dank, dass es endlich vorbei ist“, sage ich, wenn ich schon ungeduldig immer wieder auf meine Uhr geschaut habe. „Gott sei Dank“, oft ganz unbewusst und schnell dahingesagt. Manchmal ohne dabei an Gott zu denken.

Viele beklagen, dass die Worte „Bitte“ und „Danke“ bei uns immer mehr in Vergessenheit geraten sind, oft geradezu Seltenheitswert besitzen und irgendwie zu Fremdwörtern geworden sind. Vielleicht deshalb, weil so manche meinen: Warum und wem soll ich eigentlich Danke sagen? Was ich bin und habe, das verdanke ich doch schließlich mir selbst! Warum darüber große Worte machen?

In den Tagen des Oktobers wird in vielen Kirchengemeinden das Erntedankfest gefeiert. Auch als Erinnerung daran, dass es viele Gründe gibt, Gott Danke zu sagen.

Vieles ist eben nicht selbstverständlich und auch nicht der eigenen Leistung zu verdanken, sondern geschenkt. Dass wir leben und in unserem Land nicht hungern müssen, dass wir in einer Demokratie leben und offen unsere Meinung sagen können und dürfen, dass wir bei allen Schwierigkeiten, die es in unserem Land gibt, immer noch zusammen halten und versuchen, Not zu lindern, und dass wir hier in Frieden leben dürfen. Wer genau darüber nachdenkt, der wird genügen Gründe finden, immer wieder ganz bewusst zu sagen: „Gott sei Dank“ – und das nicht nur am Erntedankfest!

Herzlichst Ihr Pfarrer 

1. November 2021

…einfach mal „nichts“ – innehalten

Auf einem T-shirt las ich: „offline ist the new luxury“. Mal nicht rund um die Uhr erreichbar, mal nicht ständig Mails, whatsapp und instagram-feeds checken, sondern sich den Luxus gönnen offline zu sein.

Ich meine, dass der November ein solcher „offline-Monat“ ist. Die großen Feste sind vorüber, der Advent hat noch nicht begonnen. Für mich gleicht dieser dunkle Monat einem gewissen Vakuum des „Dazwischenseins“, in dem einfach mal nichts stattfinden muss. Es ist eine Zeit des Innehaltens.

Lothar Zenetti bringt es mit seinem Winterpsalm sehr passend ins Wort:
X

Es ist jetzt nicht die Zeit, um zu ernten.
Es ist jetzt auch nicht die Zeit, um zu säen.
An uns ist es, in winterlicher Zeit
uns eng um das Feuer zu scharen
und den gefrorenen Acker in Treue geduldig zu hüten.

Andere vor uns haben gesät. Andere nach uns werden ernten.
An uns ist es, in Kälte und Dunkelheit
beieinander zu bleiben und während es schneit,
unentwegt wachzuhalten die Hoffnung.
Das ist es.
Das ist uns aufgegeben
in winterlicher Zeit.

X
Lassen wir dieses Vakuum des „nichts“ in diesen dunklen Tagen zu, damit uns aus der Mitte der Nacht das Licht des neuen Tages von Freude und Hoffnung aufgehen kann.

Gerne gebe ich Ihnen den schönen Text aus der Feder der heiligen Theresa von Avila mit auf den Weg durch diesen Monat – er beschreibt jenes „nichts“, das „nada“ der mystischen Erfahrung, die den Nährboden zur Gottesbegegnung bereitet:
X

Nada te turbe
Nichts soll dich ängstigen,

nada te espante.
nichts dich erschrecken.

Quien a Dios tiene,
Wer Gott besitzt,

nada le falta.
dem kann nichts fehlen.

Sólo Dios basta.
Gott allein genügt.
X

Herzlichst Ihr Pfarrer 

Termine & Veranstaltungen

Nehmen Sie an unserem aktiven und lebendigen Wirken teil. Nachstehend finden Sie unsere zahlreichen Veranstaltungen, Gottesdienste und Treffen zum Vormerken.

Nachrichten & Wissenswertes

Berichte und Reportagen zu unseren Aktivitäten, sowie Wissenwertes rund um unseren Glauben, unsere Kirche und Kirchengemeinde.

Instagram

Immer auf dem neusten Stand mit unserem Instagram Feed. Jederzeit und Überall. Egal ob auf dem Handy, Tablet oder PC Zuhause. Mit exklusiven Beiträgen nur auf unserem Instagram Konto.

Gottesdienste

Eine Übersicht aller Gottesdienste in unserer Seelsorgeeinheit. In Echtzeit aktualisert und damit immer auf dem aktuellsten Stand.